Was macht jemand, der mit Mitte 40 eigentlich alles hat und trotzdem spürt, dass da noch etwas anderes möglich sein muss?
Ariane hat nicht lange überlegt. Sie ist losgegangen. In einem Land, das ihre Heimat ist – und das nach Jahrzehnten in Kanada trotzdem Neuland war. Es gibt Menschen, bei denen man von Anfang an spürt: Die ziehen das durch. Ariane ist eine davon. Hier ist ihre Story.
Stell dir vor: Du hast ein komplettes Leben aufgebaut. Studium der Anthropologie, eine Familie gegründet, eine erfolgreiche Karriere in Sales und Marketing – alles über mehr als 30 Jahre in Kanada - und dann entscheidest du dich, noch einmal von vorne anzufangen.
Genau das habe ich getan.
Mit dem Umzug zurück nach Deutschland begann nicht nur ein neues Kapitel, sondern ein kompletter Neustart. Denn obwohl ich hier aufgewachsen bin, war Deutschland nach Jahrzehnten in Kanada echtes Neuland. Eine andere Business-Kultur, andere Netzwerke, andere Erwartungen, die unausgesprochenen Regeln des deutschen Arbeitsmarkts – all das musste ich neu erlernen – in einer Gesellschaft, in der Frauen, die gründen, noch immer die Ausnahme sind.
Doch aus diesem Neuland entstand meine Berufung. 2018 gründete ich meinen Coaching-Business – und ja, der Weg war holprig. Es gab Momente des Zweifels, Anpassungen, Enttäuschungen. Aber genau diese Momente haben mich zu der Coachin gemacht, die ich heute bin.
Was mir dabei den entscheidenden Unterschied gemacht hat? Ich habe mir Unterstützung geholt. Alleine wäre es möglich gewesen – aber mit der richtigen Person an meiner Seite wurde aus einem steinigen Weg ein klarer Kurs.
Frau mit Brille und rosa Bluse auf Stuhl sitzend mit angewinkeltem Bein
Ilona hat mich als Expertin begleitet, mir geholfen, das Business-Leben in Deutschland wirklich zu verstehen und konkrete Schritte zu entwickeln. Gemeinsam haben wir Antworten erarbeitet, die ich alleine so nicht gefunden hätte.
Heute arbeite ich zweisprachig auf Deutsch und Englisch, in Freiburg und international. Ich begleite Frauen durch berufliche und private Veränderungen – genau dort, wo ich selbst einmal stand.
Meine Erfahrung zeigt: Veränderung braucht keine perfekten Umstände. Sie braucht den Mut, den ersten Schritt zu machen – und du musst ihn nicht alleine gehen.
Ich mag Arianes Geschichte, weil sie nichts beschönigt. Weil sie zeigt, dass Zweifel und Mut kein Widerspruch sind. Beides gehört dazu. Und vielleicht liest du das gerade in einer Phase, in der du selbst an einem Wendepunkt stehst. Dann lass dir sagen: Der richtige Moment kommt nicht – du schaffst ihn dir.
